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Die Stimme des Regenwaldes

09. Oktober 2020
1984: Auf der Suche nach einer Erfahrung jenseits der Oberflächlichkeit der modernen Zivilisation reist Bruno Manser in den Dschungel von Borneo und findet sie beim nomadischen Stamm der Penan. Die Begegnung verändert sein Leben für immer. Als die Penan von massiver Abholzung bedroht werden, nimmt Manser den Kampf gegen die Waldzerstörung mit einem Mut und einem Willen auf, die ihn zu einem der berühmtesten und glaubwürdigsten Umweltschützer seiner Zeit machen.

Die wahre Geschichte von Bruno Manser.

Auf der Suche nach einer Erfahrung jenseits der Oberflächlichkeit der modernen Zivilisation reist Bruno Manser 1984 in den Dschungel von Borneo und findet sie beim nomadischen Stamm der Penan. Die Begegnung verändert sein Leben für immer. Als die Penan von massiver Abholzung bedroht werden, nimmt Manser den Kampf gegen die Waldzerstörung mit einem Mut und einem Willen auf, die ihn zu einem der berühmtesten und glaubwürdigsten Umweltschützer seiner Zeit machen.

1984: Der 29-Jährige Schweizer BRUNO MANSER reist in den Dschungel von Sarawak, dem malaysischen Teil auf der Insel Borneo. In einem der ältesten Regenwälder der Welt ist er auf der Suche nach einem der letzten Nomadenvölker der Erde: den PENAN. Manser ist getrieben von einem Traum: Von der modernen Zivilisation der eigenen Heimat entfremdet strebt er nach einem Leben, wie es die Menschen führten, bevor Industrialisierung und Konsumrausch ihren Lebensalltag prägten.
Manser trifft nach abenteuerlicher Suche auf eine Penan-Sippe und folgt dieser in respektvoller Distanz, um die Penan zu beobachten und ihre Lebensweise zu studieren. Die Penan sind irritiert vom seltsamen Fremden und ignorieren ihn, doch Manser gelingt es, ihr Vertrauen zu gewinnen. Häuptling ALONG SEGA nimmt Manser wie einen Sohn unter seine Fittiche und bringt ihm alles bei, was es für ein Leben im Dschungel braucht. Eine junge Penan-Frau, UBUNG, verliebt sich in den weissen Besucher, doch Manser hält sich zurück, da er weiss, dass er Ubung früher oder später wieder verlassen muss.

1987: Als die Penan auf dem Weg in ein neues Jagdgebiet sind, machen sie eine erschütternde Entdeckung. Holzfäller haben ein riesiges Gebiet des Regenwaldes abgeholzt. Manser beschwert sich beim verantwortlichen Manager und erfährt, dass der grösste Teil der Penan- Gebiete durch die neue Regierung zur Rodung freigegeben wurde. Mit dem Export von Tropenholz nach Europa soll Malaysia zu einer Industrienation aufsteigen – ein Vorhaben, das für die Penan das Ende ihrer Lebensweise bedeutet.

Manser überzeugt Sega und die Penan, für ihr Land zu kämpfen. Gemeinsam mit anderen Penan-Sippen beginnen sie, Holzfällerstrassen zu blockieren. Auf diese Weise gelingt  es ihnen, einen Grossteil der malaysischen Holzindustrie stillzulegen. Das weckt die Aufmerksamkeit der Medien, allen voran die des jungen Journalisten JAMES CARTER-LONG, den der Aufstand der scheuen Penan gegen die Mächtigen beeindruckt. Er bietet sich Manser als ein Sprachrohr an, um dessen Landrechtsforderungen direkt zur Regierung zu tragen.

ANMERKUNGEN DES REGISSEURS

Bruno Manser war der bekannteste Umwelt- und Menschenrechtsaktivist der 1980er
und 1990er Jahre. Trotzdem ist seine Geschichte auch heute – fast 20 Jahre nach seinem Verschwinden – so relevant wie noch nie: Die zunehmende Globalisierung und der steigende Bedarf an natürlichen Rohstoffen machen den Schutz des Regenwaldes und seiner indigenen Bevölkerung zu einem noch dringlicheren Thema.
Faszinierend an Mansers Geschichte war für mich, dass er selbstlos für eine Sache gekämpft hat, die moralisch gerecht ist, obwohl er immer wieder sabotiert wurde, zuerst von den Behörden in Malaysia und später von denen Europas. Was trieb ihn an? Die Kombination aus Naivität und Beharrlichkeit im Kampf gegen ein globalisiertes Wirtschaftssystem macht ihn zu einer bedeutenden Figur der jüngeren Geschichte.

Weiterführende Links

Webseite: www.stimmedesregenwaldes.de

Trailer: Die Stimme des Regenwaldes

https://youtu.be/8B8O2qNezmE

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